Montag, 5. September 2016

In einer anderen Welt von Jo Walton

Klappentext

Ihre Bücher öffnen Pforten zu anderen Welten... 

Morwenna ist auf der Flucht vor der Erinnerung an den Tod ihrer Zwillingsschwester. Nun muss sie auch noch ihre Heimat, das märchenhafte Wales, verlassen und damit ihre einzigen Freunde. In einem Mädcheninternat hofft sie, wieder zu sich selbst zu finde, doch die Schülerinnen machen es ihr alles andere als einfach. Verzweifelt greift Morwenna daher zu der Magie, die sie seit ihrer Kindheit begleitet, und zu ihren Büchern. Denn diese öffnen Tore zu anderen Welten - und das nicht nur im übertragenen Sinne...


Infos zum Buch


Original Titel: Among Others
Übersetzt: von Hannel Riffel
Erschienen: 2016
Seiten: 416
ISBN: 978-3-7341-6068-4
Verlag: Blanvalet

Meine Meinung


Wie ich in meinem Monatsrückblick schon geschrieben hatte, gefällt mir das Buch sehr gut, aber es ist nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vom Klappentext her hat es sich für mich eher so dargestellt, dass Morwenna richtig in die Geschichten eintaucht, ein Teil davon wird und ihr das ganze Kraft gibt. Aber so ist es gar nicht, eigentlich geht es mehr darum, dass sie sehr sehr viel liest, hauptsächlich Science Fiktion, dass sie sich mit den Büchern irgendwie auf eine Weise verbunden fühlt.
Dann gibt es noch diesen leichten hauch von Magie, der in dem Buch zwar eine wichtige Rolle spielt, aber irgendwie auch nicht ständig präsent ist. Was ich ein bisschen schade fand, weil ich mir irgendwie mehr davon erhofft hatte, vor allem, weil es sie ja schon seit ihrer Kindheit begleitet. Trotzdem hat mir das Buch soweit sehr gefallen. 

Was mich noch ein bisschen gestört hat ist, dass sie von Anfang an als Außenseiterin dargestellt wurde, weil sie 'nicht normal' ist und das fand ich ehrlich gesagt ein bisschen schade. Weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch, erstmal die Chance bekommen sollte, aus sich raus zu kommen und sich der Welt so zu zeigen, wie er wirklich ist und nicht nur so, wie er von anderen gesehen wird. 

Wie ich ja schon angemerkt habe, geht es viel um Science Fiktion, wo mir auch nochmals klar geworden ist, dass ich mehr aus diesem Genre lesen möchte. Es werden halt viele verschiedene Autoren angesprochen, von denen ich entweder noch nie gehört habe oder nur den Namen kannte aber noch nie wirklich geschaut habe, was es da eigentlich so zu Lesen gibt. 

Dann gab es eine weitere Sache, die mich ein wenig gestört hat und zwar geht es darum, dass viele Leute einfach nur auf Titel und Cover von Büchern achten, statt diesen die Chance zu geben, die sie verdient haben. Mittlerweile ist es ja schon irgendwie weit verbreitet, dass die Leute viel mehr darauf achten, wie das Buch aussieht und heißt, statt darauf, was darin steckt, dass finde ich ehrlich gesagt ziemlich schade. 

4 von 5 Sterne

-Lea
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